Projekt: Fest verankert

Ob Maschinen, Roboter, Pumpen oder Kompressoren – für einen sicheren Betrieb solcher Anlagen ist eine stabile Verbindung mit dem Fundament meist unerlässlich. Und dabei können immense Kräfte und Schwingungen auftreten. Die beiden Gesellschafter Heiko und Michael Nöckel von CVT Industriebedarf GmbH haben einen Anker mit einem innovativen, variablen Design entwickelt, der eine stärkere Verbindung zwischen Untergrund und Maschine ermöglicht. Zum einen setzt CVT dabei auf eine bessere Stahlqualität mit einer höheren Festigkeitsklasse. Zum anderen orientiert sich das neue Ankersystem am Vorbild der Natur: Ähnlich dem Wurzelwerk der Pflanzen sorgt der Anker mit seinen Widerhaken und Durchbrüchen für eine höhere Widerstandskraft gegen das Herausziehen.

F&E-Vorhaben

Um die maximale Spannkraft des entwickelten Ankers nutzen zu können, muss dieser in ein Kernloch eingebracht und mit einem geeigneten Mörtel eingegossen werden. Die Suche nach Forschungspartnern für den Eignungsnachweis der gewählten Vergussmaterialien und zur Prüfung der Belastbarkeit des Gesamtsystems erfolgte im Rahmen einer Anfrage an die Innovationsallianz für die Technologie-Region Karlsruhe. Als passender Partner wurde das Institut für Massivbau und Baustofftechnologie (IMB) bzw. die Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Karlsruhe (MPA) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) identifiziert und der Kontakt zu Prof. Dr. Stempniewski hergestellt. Zusammen mit zwei namhaften Herstellern von Vergussmaterialien für die Bauindustrie, wurde ein Versuchsprogramm für die gemeinsame Untersuchung des Vergussankersystems auf Prüfständen des KIT vereinbart.

Für die Festigkeitsprüfung wurden Probekörper hergestellt, bei denen der Stahlanker mit einem Epoxidharz oder einem Vergussmörtel in einem runden Stahlzylinder eingegossen wurde. Mit diesen Prüfkörpern wurden durch die Materialprüfanstalt am KIT Auszugsversuche durchgeführt und Kraft-Verformungskurven ermittelt.

Ergebnisse

Das gemeinsame Prüfprojekt von KIT, CVT und den beiden Vergussmaterial-Herstellern hat wichtige Daten bezüglich der Zuverlässigkeit des neuen CVT-Ankersystems geliefert. Durch den Kontakt zu den marktbegleitenden Herstellern der Vergussmaterialien ergaben sich außerdem Möglichkeiten für eine gemeinsame Vermarktung.